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Um das Jahr 1950 trafen sich regelmäßig Sportfreunde der damaligen BSG Motor Süd Brandenburg und Kollegen des Trägerbetriebes der BSG auf der Kegelbahn im Ratskeller, um geselligen Ausgleichssport zu betreiben. Die einläufige und zu kurze Kegelbahn wurde aus Rathenow herbeigeschafft.
Durch die Treffs auf dieser Kegelbahn verbreitete sich bald eine Kegelsportbegeisterung, die am 06.01.1956 zur Gründung der Sektion Kegeln führte. Gründungsmitglieder der Sektion waren: Pettelkau, Finke, Pennig, Strohbach, Sobottka, Sprie und Heberer. Seit Gründung wurde die Bärenbahn in der Brüderstraße bespielt. Zunächst standen 2 von 6, später 4 Bahnen an einem Abend in der Woche zur Verfügung. Zu dieser Zeit waren noch Kegel aus Holz üblich. "Kegeljungs" zeigten die umgeworfenen Kegel an der Zehnertafel an und stellten sie sofort wieder auf. Mangels "Kegeljungs" mussten die Kegler auch mal selbst die Kegel aufstellen. 1967 wurden maschinelle Kegelaufsteller allerorts eingeführt. Die Holzkegel erhielten Plastemanschetten. Später gab es die noch jetzt üblichen Vollplaste-Kegel. Die Mitglieder trainierten regelmäßig, brachten es so zu allerseits anerkannten kegelsportlichen Leistungen und drängten nach mehr Kegelbahnen
Ende der 50ziger Jahre wuchs die Mitgliederzahl der Sektion auf ca. 30, blieb lange Zeit konstant und stieg 1970 durch die Bildung einer Kinder- und Jugendabteilung auf ca. 45 Mitglieder an.
Am 30.07.1977 übergab der damalige Trägerbetrieb VEB IFA-Getriebewerke Brandenburg uns eine Kegelhalle am Hohen Steg.(diese Aufnahme entstand nach Abschluß der Räumung 1992)
Von 6 Bahnen konnten die Sportkegler 4 Bahnen ständig nutzen. 2 Bahnen standen dem Massensport zur Verfügung. Die Kapazitätsprobleme waren bestens gelöst. Herr Röder war von 1978 bis 1989 Bahnwart dieser Anlage. Sportfreund S. Geisler versorgte über Jahre die Kegler gastronomisch.
Mit der Übernahme der Kegelhalle am Hohen Steg im Jahr 1977 gab es nochmals einen kontinuierlichen Mitgliederschub.

Der "Wende" ist der Rückgang der Mitglieder um die Hälfte, die Auflösung der Kinder- und. Jugendabteilung und dadurch bedingt die Abmeldung der Kinder-, der Jugend-, der 3. Herren- u. der 2.Damenmannschaft zuzuschreiben. Von 72 Mitglieder verblieben 40, insbesondere durch das Wegbleiben aller Kinder und Jugendlichen.

1992 verlangte der neue Eigentümer der Kegelbahn eine von der Sparte nicht aufzubringende Miete. Die Kegler gaben die Kegelsportanlage auf. Am 18.06.92, nach dem letzten Training, schrieb der Spartenleiter mit tränendem Auge u. a. in sein Tagebuch: "Um 21 Uhr machte ich den letzten Rundgang und knipste das Licht aus! Am 25.06.92 wurde ausgezogen. Einen Tag später riss die GmbH die Kegelbahnen ab. Ein Jahr später wurde an selber Stelle ein Parkplatz errichtet.

Ab 01.07.1992 wurden 4 Bahnen 5 Stunden pro Woche (Donnerstags) auf der Kegelbahn am Grillendamm für Training und Wettkampf gemietet. Am 02.07.92 fand das erste Training auf dieser Bahnanlage statt. Durch den Umzug auf die Kegelbahn am Grillendamm 1992 verlor die Sparte nochmals 5 Mitglieder.

Durch Tod verloren wir den Sk Rudolf Sprie 1993 , den SK Dr. Peter Blankenburg 2003 und den SK Hans Kordecky 2004.
Zum Jahresbeginn 2005 zählen wir 30 Mitglieder.

Seit der Gründung wurde das Kegeln wettkampfmäßig betrieben.
Ab den 70-ziger Jahren gehört die Sektion zur leistungsstärksten der Stadt. 1956 (im Gründungsjahr) wurdedie 1. Herrenmannschaft, 1 Jahr später 1957 eine 2. Herrenmannschaft, 1958 die 1. Damenmannschaft, 1970 je eine Kinder- u. eine Jugendmannschaft (zwischenzeitlich gab es 2 Jugendmannschaften), 1972 die 3. Herrenmannschaft, 1979 eine 2. Damenmannschaft und 1986 eine Seniorenmannschaft gebildet. In den besten Zeiten gab es also 9 Mannschaften im Trainings- und Wettkampfbetrieb.
Die 1. Herrenmannschaft mit den Sportfreunden L. Tiburski, G. Säger, E. Hoffmann, H. Giese, L. Lemke u. G. Sobottka stieg 1963 in die Bezirksliga auf. Die Mannschaft schaffte 1970 in Görlitz den Aufstieg in die Oberliga und verblieb dort bis 1975. Ihren ersten Höhepunkt erlebte sie 1976 mit der Erringung des FDGB-Pokals auf DDR-Ebene. 1978 schaffte sie erneut den Aufstieg in die Oberliga und 1984 den Aufstieg in die Sonderliga, in der die 4 besten Bohle-Mannschaften der DDR zusammengefasst waren. 1986 dann Abstieg in die Oberliga und 1988 erneut Aufstieg in die Sonderliga.
Seit der Wende bis 1998 kegelt die Erste in der Landesliga (Sonder- und Oberliga wurde in Landesliga umbenannt) und wurde mit den Sportkameraden H. Kordecky, M. Buchholz, M. Drese, R. Buchholz, L. Lemke, G. Weiher u. Th. Stach mehrfach Landesmannschaftsmeister.
1997 schaffte sie auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga und verblieb dort 5 Jahre. Ab 2002 spielt sie wieder in der Landeliga. 2004 wurde die Mannschaft arbeitsbedingt in die Kreisklasse zurückgemeldet.
Die Seniorenmannschaft gründete sich 1986, als ein 4. Mitglied der Sektion 55 Jahre wurde. Sie startete sofort zur Bezirks- bzw Landesliga durch. Der Höhepunkt war die Erlangung des Titels DDR-Mannschaftsmeister 1990 mit den Sportfreunden H .Müller, G. Lehmann, G. Pasedag, L. Lemke u. E. Rüdiger. Die Seniorenmannschaft wurde 1993 noch Landesmeister, gab ein Mitglied umstrittenerweise an die Erste ab (ab der Wende möglich) und stieg prompt nacheinander bis in die Bezirksklasse ab. Sie konnte ihre Leitung mangels Mitglieder nicht mehr halten und löste sich 1998 auf.
Die 1. Damenmannschaft, bereits 1958 gegründet, setzte sich 1963 aus den Mitgliedern E. Lemke, R. Hoffmann, Chr. Sobottka, I. Parey, D. Sprie, G. Wege u. B. Sprie zusammen. E. Lemke war ab Gründungsjahr 15 Jahre Mannschaftsleiterin. Ab 1977 erreichte die Mannschaft erstmals die Bezirksklasse und wechselte dann zwischen Bezirksklasse und Bezirksliga mehrmals.
SK U. Zeidler von Rot/Weiß unterstützte über Jahre.
In der Spielserie 2003/2004 stieg sie wiederum in die Bezirksebene aus eigener Kraft auf. Ab Spielserie 2004/2005 wird die Mannschaft durch Spielerinnen von Post verstärkt.
Die 2. Damenmannschaft musste mangels Mittglieder zur Wende aufgegeben werden. Ab Spielserie 2004/2005 kehrt die 2. Mannschaft, verstärkt durch Spielerinnen von Post, in den Spielbetrieb zurück.
Kinder- u. Jugendmannschaften zu bilden war eine Forderung des Keglerverbandes bei Sektionen, die Bezirks- und/oder Oberligamannschaften im Spielbetrieb hatten. Im Kreisgebiet waren die Mannschaften stets auf den ersten Plätzen zu finden. Einige Mitglieder dieser Mannschaften wurden erfolgreiche Mitglieder der 1. Damen- bzw 1. Herrenmannschaft. Ihr erster Übungsleiter bzw. Trainer war H. Giese. Ihm folgten G. Sobottka, H. Müller, L. Tiburski, M. Sommerlatte, W. Wirth u. Chr. Lemke. Von 1975 bis 1990 (15 Jahre !) war E. Müller (Ehrenmitglied) ununterbrochen Übungsleiter der Kinderabteilung. Mangels Mittglieder mussten die Mannschaften zur Wende aufgegeben werden.
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